Wärmebehandlung in Vakuumanlagen

Die Wärmebehandlung in unseren Vakuumanlagen ist eine bewährte Verfahrenstechnik für das Härten und Anlassen komplizierter Werkzeuge und großer Formteile.

 

Nach sorgfältiger Wärmebehandlung in unseren Vakuumanlagen erreichen Ihre Werkzeuge höchste Werkstoffgüte, hohe Belastbarkeit und eine lange Lebensdauer.

Die Wärmebehandlung in Vakuumanlagen bietet unseren Kunden eine Vielzahl von Vorteilen. Durch eine rechnergesteuerte Prozeßüberwachung werden reproduzierbare Ergebnisse sicher erreicht und die Dokumentation der Wärmebehandlungsbedingungen ist lückenlos.

Zuverlässigkeit, hohe Qualität der Wärmebehandlungsergebnisse und Umweltfreundlichkeit haben dieses Verfahren zum Stand der Technik gemacht. Die Flexibilität bei der Wahl der Parameter wie Aufheizgeschwindigkeit, Austenitisierungstemperatur, Abkühlgeschwindigkeit und gestufte Abkühlung ermöglicht es, für eine Vielzahl von Werkstoffen die Wärmebehandlung an die jeweiligen Anforderungen anzupassen und zu optimieren.

Wärmebehandlungsverfahren

Die Wärmebehandlung in unseren Vakuumanlagen bietet verschiedene Verfahrensmöglichkeiten

  • Härten und Anlassen von Werkzeugen
  • Härten und Anlassen von Bauteilen aus legierten Werkstoffen
  • Glühen, z.B. Weichglühen von Werkzeugstählen
  • Lösungsglühen und Ausscheidungshärten
  • Glühen weichmagnetischen Werkstoffen

Vorteile

  • Entkohlungsfrei
  • Keine Oxidation der Werkstückoberfläche
  • Reproduzierbare Ergebnisse durch rechnergesteuerte Prozeßüberwachung
  • Hohe Temperaturgleichmäßigkeit im Ofenraum
  • Prozeßkontrolle mit Temperaturmessung im Werkstück
  • Minimierung von Maßänderung und Verzug durch Variation der Prozeßparameter
  • Warmbadsimulation (Warmbadeffekt bei der Abkühlung)
  • Leichte Kombination mit Tiefkühlprozessen zur Minimierung des Restaustenitgehaltes

Anwendung und Werkstoffe

  • Druckgußwerkzeuge, Gesenke und
  • Schmiedewerkzeuge aus Warmarbeitsstahl
  • Schneid- und Stanzwerkzeuge aus Kaltarbeitsstahl
  • Werkzeuge aus Schnellarbeitsstahl aus konventioneller oder pulvermetallurgischer Erzeugung
  • Bauteile und Werkzeuge aus härtbaren rost- und säurebeständigen Stählen
  • Hochlegierte Vergütungs- und Nitrierstähle
  • Luftfahrtbauteile und Serienteile für die Automobilindustrie
  • Aushärtbare Sondergüten und hochwarmfeste Stähle

Unsere Anlagen

Behandlungsart Max. Abmessungen B x H x L (mm) max. Abkühldruck
Wärmebehandlung von
Schnellarbeitsstahl
Warmarbeitsstahl
Kaltarbeitsstahl
Nutzraum: 600 x 600 x 900
Übergröße: 300 x 800 x 900
6 bar
Nutzraum: 900 x 800 x 1200
Übergröße: 300 x 1000 x 1200
6 bar
Nutzraum: 600 x 600 x 900
Übergröße: 300 x 800 x 900
10 bar

 

Neben den aufgeführten Vakuumöfen stehen uns noch 10 Anlaßöfen mit Schutzgasatmosphäre zur Verfügung.
Hierdurch ist eine hohe Flexibilität beim Anlassen auf die jeweils gewünschte Härte gegeben.

 

Der Wärmebehandlungsablauf

Nach der werkstoffspezifischen Zusammenstellung wird die Charge unter Berücksichtigung der Werkstückgeometrie
aufgebaut und das passende Behandlungsprogramm vorgegeben. Zu Beginn des Prozesses wird die Vakuumanlage evakuiert. Anschließend wird unter Vakuum oder unter Schutzgas (Stickstoff) auf die Vorwärmstufen und auf die Austenitisierungstemperatur erwärmt.

Die zylindrische und symmetrische Anordnung der Heizkörper unserer Vakuumöfen gewährleistet eine von allen Seiten gleichmäßige Erwärmung und vermeidet Temperaturunterschiede im Querschnitt.

Nach der Austenitisierungszeit wird die Charge mit Stickstoffüberdruck von 1 bis 10 bar abgeschreckt. Die Abkühlgeschwindigkeit kann über den Abschreckdruck variiert werden. Ein Rundum-Düsenkühlsystem in zylindrischer Anordnung sorgt für ein gleichmäßiges und schnelles Gasabschrecken. Da das Gas auch axial durch den Ofenraum strömt, entstehen keine Zonen, die nicht optimal abgeschreckt werden.

Bei verzugskritischen Werkzeugen kann die Abkühlung bei 400 bis 500 °C zum Ausgleich der Temperaturdifferenzen
zwischen Rand und Kern unterbrochen werden (Warmbadsimulation).